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Cavalier King Charles Spaniel

Klassifikation:FCI-Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde)
Ursprung:Großbritannien
Verwendung:Familien- und Begleithund
Farben:Blenhem, Tricolour, Ruby, Black and Tan
Stockmass +
Gew. (Rüde):
k.A.
bis 8 kg
Stockmass +
Gew. (Hündin):
k.A.
bis 8 kg


Beschreibung

Wesen und Charakter des Cavaliers: Der Cavalier ist ein freundlicher, lebhafter, intelligenter und kinderlieber Hund, der sich seiner häuslichen Umgebung sehr gut anpasst. Ob er in einer Etagenwohnung zu Hause ist oder in einem Haus mit großem Garten lebt, ist für den Cavalier zweitrangig, wenn er seinen täglichen Auslauf erhält, um sich auszutoben. Er ist sehr liebebedürftig und sucht ständig die Nähe seines Menschen. Die Liebe, die man ihm gibt, gibt einem ein Cavalier wieder um ein Vielfaches zurück. Die Frage, ob Rüde oder Hündin, stellt sich beim Cavalier nicht, außer den geschlechtlichen Unterschieden (z. B. Hitze), sind Rüden und Hündinnen gleichwertige Familienhunde und lassen sich gleichermaßen gut erziehen. Größe und Merkmale des Cavaliers: Der Cavalier ist mit seinem Gewicht bis zu acht Kilo, ein ausgewogener, kompakter Hund. Sein seidenes Fell braucht regelmäßige Pflege durch Kämmen, damit es in guter Kondition bleibt. Er darf keinesfalls getrimmt werden. Cavaliere aus guter Zucht haben selten Gesundheitsprobleme und besuchen ihren Tierarzt nur zur jährlichen Schutzimpfung und Kontrolluntersuchung. Die Farben des Cavaliers: Der Blenheim hat gut durchbrochene, kastanienfarbene Platten auf perlweißem Grund. Die Markierungen am Kopf sollen die Stirnpartie gleichmäßig aufteilen und zwischen den Ohren Raum für den so sehr geschätzten Spot lassen. Der Tricolour soll gut verteiltes Schwarz und Weiß mit lohfarbenen Abzeichen über den Augen, an den Wangen, den Innenseiten der Ohren und Beinen (wenn Schwarz und Weiß aufeinander treffen) sowie unterhalb des Rutenansatzes haben. Der Ruby ist am ganzen Körper einfarbig leuchtend Rot, ohne weiße Flecken. Der Black and Tan zeigt eine tiefschwarze Grundfarbe mit lohfarbigen Abzeichen über den Augen, auf den Wangen, innerhalb der Ohren, auf der Brust, an den Läufen und unterhalb der Rute. Auch bei ihm sind weiße Flecken fehlerhaft.



Geschichte

Die frühesten Informationen über den Toy Spaniel, wie er in England genannt wird, als Typ des Cavalier King Charles Spaniel, finden wir auf Gemälden des sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts. Cavaliere waren immer schon die Lieblingshunde der Aristokratie. Viele Gemälde aus dieser Zeit, die das Familienleben der Königshäuser in Europa darstellen, zeigen kleine Spaniels als Begleitung von Kindern und Damen. Besonders an den Höfen der Könige Charles I. und Charles II. waren die Cavaliere sehr beliebt. Charles II. war von ihnen so angetan, dass er ein Gesetz erließ, dass sie auf jedem öffentlichen Platz erlaubt waren. Aus dem Tagebuch Charles II. ist bekannt, dass es ihm ein großes Vergnügen bereitete, wenn ihn eine Schar dieser kleinen Spaniels begleitete oder in seinem Schlafzimmer schliefen. Ein Journalist wollte vor kurzem testen, welche Rechte ein Cavalier im heutigen England noch besitzt und verlangte Einlass mit seinem Hund in den Westminster Palast. Höflich lehnte die Wache sein Anliegen ab und betonte, dass im Palastinneren ausschließlich Blindenführhunde zugelassen seien. Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Mode der kurznasigen Rassen, wovon auch die Toy Spaniels nicht verschont blieben und sie wurden so gezüchtet bis sie den Pekinesen ähnelten. Diese Hunde sind das, was wir heute als King Charles Spaniel kennen. 1926 anläßlich der CRUFTS DOG SHOW (älteste und größte Hundeausstellung Englands) setzte der Amerikaner Roswell Eldrige den beachtlichen Preis von 25 englischen Pfund aus, für den ersten Hund, der dem von den alten Gemälden bekannten Spanieltyp aus der Zeit von Charles II. am ähnlichsten war. Wohl bekanntester Gewinner dieser Prämie war Ann`s Son, der den Preis dreimal in Folge gewinnen konnte und heute noch als Stammvater unserer Cavaliere gilt.



April 2006


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