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Großspitz schwarz/braun (Altfarben)

Klassifikation:FCI-Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp)
Weitere Vertreter:Weitere Spitz-Portraits
Großspitz weiß
Kleinspitz Neufarben
Kleinspitz schwarz/braun (Altfarben)
Kleinspitz weiß
Mittelspitz Neufarben
Mittelspitz schwarz/braun (Altfarben)
Mittelspitz weiß
Wolfsspitz
Zwergspitz
Ursprung:Deutschland
Verwendung:Wach- und Begleithund
Farben:altfarben (schwarz/braun)
Stockmass +
Gew. (Rüde):
42 - 50 cm
k.A.
Stockmass +
Gew. (Hündin):
42 - 50 cm
k.A.


Beschreibung

Deutsche Spitze bestechen durch ein schönes Haarkleid, das reichliche Unterwolle abstehend macht. Besonders auffällig sind der um den Hals liegende, starke, mähnenartige Kragen und die buschig behaarte Rute. Sein Kopf ist fuchsähnlich mit kleinen Stehohren. Der Körper ist quadratisch und die Rute liegt fest auf dem Rücken.


Wesen

Der Deutsche Spitz ist ein Haushund im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist extrem aufmerksam und ein guter Beobachter, selbst kleinste Veränderungen in seiner Umgebung registriert er sofort. Ob er diese dann lautstark seinem Menschen mitteilt, hängt allein von seiner Erziehung ab.  Generell kann man sagen, dass Spitze keinesfalls mehr bellen als andere Hunde. Ein ganz großes Lob verdient der Spitz beim Spazieren in Wald und Flur. Hier zeigt sich für viele Spitzliebhaber der wahre Vorteil ihres Hundes. Der Spitz hat keinen Jagdtrieb und bleibt immer in der Nähe seines Besitzers, denn er ist außergewöhnlich anhänglich. Bleibt noch zu erwähnen dass er sehr gelehrig ist. Um zu gefallen, erlernt er im Handumdrehen die tollsten Kunststückchen. Aber Achtung, gelehrig heißt auch, dass er ihre Schwächen sofort erkennt und sie, mit einer absolut hinreißenden Unschuldsmiene, für sich zu nutzen weiß.


Hundesportarten für den Spitz:

Klein- und Mittelspitze sind sehr gut für Agility und Dogdancing geeignet.
Groß- und Wolfspitze sind ausgezeichnete Obedience-, Breitensport- und Begleithunde; sie werden auch als Rettungshunde eingesetzt.



Geschichte

Der Deutsche Spitz wird allgemein als Nachkomme des steinzeitlichen Torfhundes bezeichnet.

Beim Durchstreifen so mancher Museen kann man Hundeskulpturen, z. B. aus dem alten Ägypten (ca. 2000 v. Chr.) oder auf Vasen und Fresken aus dem griechischen Altertum (ca. 400 vor Chr.) finden, die eindeutig einen spitztypischen Hund zeigen.

Sicher handelt es sich dabei nicht um den Deutschen Spitz, wie wir ihn heute kennen. Aber man ahnt doch, dass die Geschichte des Spitzes sehr viel früher beginnt als im Europa des Mittelalters. Damals war er als Wächter und Mäusejäger auf dem Bauernhof nicht wegzudenken. Erste Erwähnung in der deutschen Fachliteratur findet er um 1790. Vor allem kannte man den weißen Spitz aus Pommern und den schwarzen Spitz aus Württemberg. Dort hieß er allerdings Spitzer und wurde vorwiegend als Wächter der Weinberge gehalten.

Trotz dieser langen Tradition als Begleiter des Menschen sind heute schwarze Großspitze vom Aussterben bedroht.



Zum Rassestandard

Zwerg-, Klein- und Mittelspitze werden in den Farben schwarz, braun, weiß, orange, graugewolkt und andersfarbig gezüchtet.

Varietäten:

Rasse
Widerristhöhe Farben
Zwergspitze 18-22 cm s.o.
Kleinspitze         23-29 cm s.o.
Mittelspitze    30-38 cm s.o.
Großspitze 42-50 cm schwarz, weiß
Wolfsspitze 43-55 cm graugewolkt
Japanspitze 30-38 cm weiß



Autor: Marianne Horst

April 2006


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